Projektzusammenfassung

Das Programmgebiet kämpft mit einer hohen Fragmentierung der Forschungs- und Innovations- (R&I) Kapazitäten. Folglich haben die meisten Unternehmen in Randregionen einen schlechten Zugang zu R&I-Infrastruktur, sind nicht innovativ und erleben ein beschränktes Mehrwertwachstum. Dies gilt vor allem für den Bereich der Entwicklung neuer Materialien für industrielle Anwendungen. Obwohl der potenzielle Markt für Produkte auf Basis von funktionalen Materialien äußerst vielfältig ist (Energiespeicherung, Elektronik, Pharmazeutika, Luft- und Raumfahrt usw.), können die Unternehmen in Randgebieten die verfügbare R&I-Infrastruktur für die Entwicklung neuer Produkte nicht effizient nutzen.

RETINA will diese Herausforderungen durch den Aufbau eines Netzwerks von etablierten Labors mit ergänzenden Fähigkeiten in der Materialwissenschaft und durch die Versorgung der Forschungszentren und Unternehmen mit einem „single entry point“ – Zugriff auf das Netzwerk angehen. Dies erhöht die Chancen auf Erreichung der kritischen Masse von R&I-Einrichtungen im Gebiet, stimuliert Unternehmen in R&I zu investieren und damit zu Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der benachteiligten Regionen beiträgt. Die Haupt-Outputs des Projekts werden Informationsveranstaltungen, Laborbesuche, in Zusammenarbeit mit der Industrie und Forschungszentren durchgeführte Pilotaktionen und Feedback an die Behörden sein, gerichtet auf unterschiedliche Gruppen (wissenschaftliche Partner, Wissensvermittler, Industrien und Entscheidungsträger), um die Wirkung zu maximieren.

Eine stark fragmentierte R&I-Infrastruktur im Bereich der Materialwissenschaft verhindert das Erreichen der Projektziele auf regionaler und nationaler Ebene. Eine grenzübergreifende Initiative ist daher wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung des Antrags. Ein interregionales Netzwerk mit einem „single entry point“ macht das Projekt einzigartig im Vergleich zu anderen Kooperationsinitiativen, die meistens lokal stattfinden.

 

PILOTAKTION 1: Photovoltaik-Materialien
Das Thema des ersten Projektes ist die Synthese und Analyse neuer Photovoltaik-Materialien mit dem Ziel die neue Generation von Fotozellen zu entwickeln. Das Projekt besteht aus zwei Teilprojekten. Die Teilprojekte sind nach der Forschungsmaterialien unterteilt. Die Materialien im ersten Teilprojekt sind Wismut-Perowskit und Nanokristalle aus CuInS 2 mit organischen Liganden. Das zweite Teilprojekt konzentriert sich auf Photovoltaik-Materialien, die von Polymeren eingekapselt sind.

PILOTAKTION 2: Organische elektronische Geräte
Wir werden die Struktur von Transistoren mit einem dünnen organischen Film untersuchen. Si/SiO 2 mit Au-Metallelektrode ist als Substrat ausgewählt worden. Für die organische Halbleiter sind PDIF-CN2, C8BTBT, P3HT oder NFA-Mischungen vorgeschlagen. Um die Ladungsträgerbeweglichkeit zu optimieren, wird die Filmmorphologie abgestimmt und die Schnittstelle zwischen organischem Halbleiter / Dielektrikum modifiziert. Zu diesem Zweck wird die SiO 2 -Oberfläche mit einem UV-Licht photoaktiven Material funktionalisiert, das die Oberflächenpolarität verändern kann.

PILOTAKTION 3: Funktionsklebstoffe
Das Hauptziel des letztes Projektes ist zu verstehen, wie die Klebstoffzusammensetzungen durch Alterung und Oxidation beeinflusst werden.